Neujahrsempfang Middoge 2017

„Middoge hat Potenzial: „Das Dorf hat zurzeit 105 Einwohner, davon sind 48 Frauen und 57 Männer – also Männerüberschuss“, stellte Bürgermeister Björn Mühlena beim Neujahrsempfang in der Alten Pastorei am Sonntag heraus. 2015 seien es zwar noch 112 Einwohner gewesen – dennoch sehe er der Zukunft fürs Dorf optimistisch entgegen. „Denn es ziehen junge Menschen nach Middoge“, meinte er wohl auch mit Blick auf Landrat Sven Ambrosy, der seit einiger Zeit mit Frau und Sohn im Dorf wohnt.

„Es tut sich was im Dorf“, listete Mühlena das Programm zur Dorferneuerung und die Finanzierung für den gemeinnützigen Verein zum Erhalt der Alten Pastorei auf. Dieser wird zu gleichen Teilen von der Gemeinde, der ev. Kirche und der Dorfgemeinschaft getragen.

Zum Neujahrsempfang in der Alten Pastorei in Middoge ergriffen der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Middoge Ekke Schoof (von links), Wangerlands Bürgermeister Björn Mühlena, Dorfsprecherin Elfriede Wachtendorf und Diakon Horst Hinrichs das Wort.

Zur Verkehrsinfrastruktur im Wangerland meinte er, er sei mit Ekke Schoof der Meinung, dass zu allen Landes- und Kreisstraßen Radwege gehörten. Das war überhaupt ein durchgehendes Thema beim Neujahrsempfang, denn die Middoger freuen sich über den neuen Radweg nach Tettens, der bei gutem Wetter und entsprechender Organisation bis Ende 2017 bis Oldorf weiter gebaut werden könnte, wie Ambrosy verlauten ließ.

Einen weiteren Vorstoß zum Bau eines Radwegs unternahm Wilhelm Oltmanns (Struckerei). Er wünscht sich einen Radweg von Wegshörne nach Neugarmsssiel an der L 808 als Lückenschluss zwischen dem Radweg von Jever/Wittmund und dem von Carolinensiel.

Dorfgemeinschaftsvorsitzender Schoof informierte über den gemeinnützigen Verein und warb um Mitglieder, die das „Unternehmen“ mit einem Jahresbeitrag von 25 Euro unterstützen. Immerhin beträgt der Anteil der Dorfgemeinschaft am Erhalt der Pastorei im Jahr 2500 Euro. „Wenn wir das schaffen, dann können wir das Haus so weiterführen“, betonte Schoof. „Ich habe Spaß an der bisherigen Arbeit gehabt und möchte, dass das Haus erhalten und für die nächsten 25 Jahre gesichert ist“, sagte er. Nach einem Unfall muss Schoof inzwischen etwas kürzer treten…“

Text und Bild: Klaus Homola    in NWZ ONLINE, 09.01.2017

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