Rudolf Christians – von Middoge in die Welt

Von Jan Peters, Middoge

Die beiden berühmtesten Söhne Middoges sind der Arzt und Orientforscher Ulrich Jasper Seetzen (1767 – 1811) und der Schauspieler Brörken Rudolf Christians (1869 – 1921). Während Seetzen unvergessen blieb und die Erinnerung an ihn nicht nur in Fachkreisen gepflegt wird, ist Christians selbst in theaterwissenschaftlichen Fachkreisen nahezu vergessen.

Rudolf Christians kam am 15. Januar 1869 in dem Haus, in dem sich heute die Landbäckerei Helma Schoof befindet, zur Welt. Er wurde ein bedeutender und in seiner Zeit berühmter Schauspieler, ein international agierender Bühnenstar, wie er sich im 19. Jahrhundert herauszubilden begann. Allein aufgrund seines außerordentlichen Talents begann er ohne schauspielerische Ausbildung bei einer Wandertruppe, erhielt dann erste Engagements an städtischen Bühnen in Krefeld, Basel und Düsseldorf, bevor er an das Deutsche Volkstheater Wien und das Königliche Schauspielhaus Berlin kam. Zugleich begann er seine internationale Tätigkeit mit Gastspielen in London, Sankt Petersburg und New York.

Rudolf Christians als Marcus Antonius in ‚Julius Cäsar‘ von William Shakespeare, Berlin, ca. 1898/1899

Auf dem Höhepunkt seiner Karriere übernahm er die Leitung des deutschsprachigen Irving Place Theatre in New York, dem er wieder zu einem Spitzenplatz in der New Yorker Theaterszene verhalf. Nach Ende des Ersten Weltkriegs begann er sogar noch eine Filmkarriere in Hollywood, die nur durch seinen frühen Tod beendet wurde. Wir möchten die Erinnerung an diesen bedeutenden Sohn unseres Dorfes wiederaufleben lassen. Die beiden – Seetzen und Christians – waren übrigens miteinander verwandt: der Schauspieler war der Urgroßneffe des Orientforschers.

Mehr Informationen finden sich in dem folgenden Artikel: Der Schauspieler Rudolf Christians

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